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Glossar · Praxisbegriff (Einrichtungsdokumentation, § 47 Abs. 2 SGB VIII)

Gruppenbuch

Laufende Dokumentation einer Wohngruppe mit dienstrelevanten Informationen, Absprachen und Ereignissen – Grundlage der Schichtübergabe.

Ausführlich mit Beispielen und Vorlagen: Gruppenbuch und Tagesdokumentation in der Wohngruppe führen

Was bedeutet „Gruppenbuch“?

Das Gruppenbuch ist das zentrale Kommunikationsmittel im Schichtdienst einer Wohngruppe. Darin steht, was für alle Dienste wichtig ist: Termine, Absprachen, die Situation in der Gruppe, Besonderheiten der Nacht, Aufgaben für die nächste Schicht. Früher eine Kladde im Dienstzimmer, wird es heute zunehmend digital geführt, mit Lesebestätigung und Suche.

Rechtlich ist der Begriff nicht definiert. Als einrichtungsbezogene Aufzeichnung fällt das Gruppenbuch aber unter die Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht nach § 47 Abs. 2 SGB VIII. Wichtig ist die Abgrenzung: Einzelfallbezogene Inhalte – Gespräche, Entwicklungen, Gesundheitsangaben eines Kindes – gehören in die Tagesdokumentation oder Akte des jeweiligen Kindes, nicht in ein für alle lesbares Gruppenbuch. Diagnosen und anvertraute Informationen haben dort nichts zu suchen. Einträge sind sachlich, datiert und mit Kürzel zu versehen.

Auch: Dienstbuch, Übergabebuch, Tagesdokumentation

„Gruppenbuch“ in der Praxis

Stationäre Jugendhilfe mit Ormisi

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